gSMC-KT vs. SMC-B: Welche Karte wofür?
gSMC-KT SMC-B Unterschied erklärt: Welche TI-Karte authentifiziert die Praxis, welche das Kartenterminal? Aufgaben, Kosten und Bestellung im Überblick.
2026-07-07

Wer in der Heilmittelpraxis die Telematikinfrastruktur (TI) einrichtet, stolpert schnell über zwei kryptische Karten: gSMC-KT und SMC-B. Beide sind Pflicht, aber sie haben unterschiedliche Aufgaben. Dieser Beitrag erklärt den Unterschied in wenigen Minuten.
Definition: Was ist gSMC-KT & SMC-B?
Die SMC-B ist die Institutionskarte der Praxis und authentifiziert die Praxis als Ganzes gegenüber der TI. Die gSMC-KT ist eine Geräte-Karte, die fest im Kartenterminal steckt und das Lesegerät selbst gegenüber der TI ausweist. Beide Karten werden parallel benötigt, sind nicht austauschbar.
Hintergrund & rechtlicher Rahmen
Die TI ist das sichere Datennetz im deutschen Gesundheitswesen. Der Zugang ist nach § 291a SGB V geregelt. Für Heilmittelpraxen ist die TI-Anbindung mit den Folgegesetzen des DVPMG verpflichtend (Stand 2026: Übergangsfristen laufen).
Die SMC-B wird in deinem Fall vom GKV-Spitzenverband bzw. den jeweiligen Kartenherausgebern (z. B. Bundesdruckerei, T-Systems) ausgegeben. Die gSMC-KT liefert der Hersteller oder Anbieter deines Kartenterminals. Beide Karten haben eine Laufzeit von rund fünf Jahren.
Anwendung im Heilmittel-Praxisalltag
Du brauchst beide Karten, sobald du an die TI angeschlossen bist:
- SMC-B steckt im Konnektor und gibt deiner Praxis eine Identität in der TI. Ohne sie kein Zugriff auf KIM-Postfach, eVO oder ePA.
- gSMC-KT steckt im Kartenterminal. Sie sorgt dafür, dass das Lesegerät als vertrauenswürdiges Gerät erkannt wird.
In der Praxis heißt das: Die SMC-B beantragst du bei deinem Berufsverband oder direkt beim Kartenherausgeber. Die gSMC-KT bekommst du mit dem Kartenterminal mitgeliefert oder als Nachbestellung beim Hersteller.
Verwandte Begriffe & Abgrenzung
- eHBA: persönlicher Heilberufeausweis, an deinen Namen gebunden - nicht zu verwechseln mit der SMC-B.
- Konnektor: zentrales Gerät, das den sicheren Zugang zur TI herstellt.
- HBA-Karte: andere Bezeichnung für eHBA, auch ergänzend zur SMC-B nötig.
Kosten und Bestellprozess
Die SMC-B kostet je nach Anbieter rund 300 bis 450 Euro Erstausgabe plus jährliche Gebühr. Die gSMC-KT liegt meist bei 80 bis 150 Euro pro Karte. Pro Kartenterminal eine eigene gSMC-KT.
Für Heilmittelpraxen gibt es eine TI-Pauschale der Krankenkassen, die einen Teil dieser Kosten erstattet. Genaue Beträge stehen in der TI-Finanzierungsvereinbarung.
tinana arbeitet mit deinem TI-Konnektor zusammen, sobald beide Karten korrekt eingerichtet sind. Du musst dich also nicht selbst um die Kommunikation zwischen Karten und Software kümmern.
Häufige Fragen
Welche Karte braucht das Kartenterminal?
Das Kartenterminal braucht eine gSMC-KT-Karte. Sie steckt fest im Gerät und authentifiziert das Lesegerät gegenüber der TI. Pro Terminal benötigst du eine eigene gSMC-KT. Beim Kauf des Kartenterminals ist die Karte oft schon dabei, ansonsten bestellst du sie direkt beim Hersteller nach.
Welche Karte authentifiziert die Praxis?
Für die Praxis-Identität ist die SMC-B zuständig. Sie wird als Institutionskarte ausgegeben und steckt im Konnektor. Ohne SMC-B kann sich die Praxis nicht in der TI anmelden - egal wie viele Kartenterminals du betreibst. Sie ist die Voraussetzung für KIM, ePA und eVO.
Können gSMC-KT und SMC-B sich gegenseitig ersetzen?
Nein. Beide Karten haben unterschiedliche Rollen und Zertifikate. Die SMC-B ist eine Institutionskarte, die gSMC-KT eine Gerätekarte. Du brauchst beide gleichzeitig: eine SMC-B pro Praxis, eine gSMC-KT pro Kartenterminal. Ein Tausch ist technisch nicht möglich.
Was kostet jede Karte?
Die SMC-B kostet als Erstausgabe ungefähr 300 bis 450 Euro, dazu kommt eine jährliche Gebühr. Die gSMC-KT liegt bei rund 80 bis 150 Euro. Genaue Preise unterscheiden sich je nach Anbieter und Vertragspartner. Über die TI-Pauschale erstatten die Krankenkassen einen Teil der Kosten zurück.
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